#3 Virtuelle Lehre an der Technischen Universität Graz

Richtlinie des Rektorats und des Senats

Hinweis
Dieser Beitrag bildet nicht den aktuellen Stand ab. Sie finden aktuellere Informationen in der Kategorie Hochschule im Beitrag #03 Ergänzung: Virtuelle Lehre und Online-Prüfungen.

Richtlinie des Rektorats und des Senats

Definition von „Virtueller Lehre“

Es gibt eine Vielzahl von digitalen Lehr- und Lernelementen bzw. -formaten. Darüber hinaus erlaubt das Internet die Teilhabeform der „virtuellen Präsenz“ in Lehrveranstaltungen, die im Unterschied zur „realen Präsenz“ vermittelt und daher nicht direkt ist, sich aber durch aktive Lehrtätigkeit auszeichnet. Virtuelle Lehre umfasst demnach sämtliche Ausprägungen von textueller bzw. audiovisueller virtueller Präsenz in Form von synchroner, also unmittelbarer Interaktionsmöglichkeit, als auch asynchroner, also zeitversetzter Interaktionsmöglichkeit. Bei der Verwendung des Begriffs der Präsenz oder Präsenzlehre, handelt es sich im Kontext der Sammelmappe ausschließlich um reale Präsenz – der virtuelle Anteil wird mit virtueller Lehre umschrieben.

Das Drei-Säulen-Modell für die Virtuelle Lehre an der TU Graz

Um Virtuelle Lehre an der TU Graz nachhaltig zu verankern, wird in der Richtlinie ein Drei-Säulen-Modell vorgeschlagen:

Säule A:

Der Einsatz von digitalen Lehr- und Lernelementen bzw. -formaten ist als didaktisches Mittel zur Anreicherung der Präsenzlehre immer möglich.

Säule B:

Virtuelle Lehre als didaktisches Mittel im Rahmen von Vorlesungen oder dem Vorlesungsteil einer VU ist bis zu einem Schwellwert von 20% der abzuhaltenden SSt durch die Lehrenden frei umsetzbar.

Säule C:

In sämtlichen anderen Fällen ist der Anteil der virtuellen Lehre durch die Arbeitsgruppe Studienkommission und die Curricula-Kommission für Bachelor-, Master- und Diplomstudien bzw. die Curricula-Kommission für Doktoratsstudien und Universitätslehrgänge zu genehmigen und entsprechend im Curriculum zu verankern

Für alle drei Säulen gilt in jedem Fall, dass der Anteil der Kontaktstunden zwischen den Lehrenden und den Studierenden im beauftragten Ausmaß gegeben sein muss.

Drei Säulen für die online-gestützte Lehre

Säule A

Fundament der Säule bildet ein mediengestütztes didaktisches Element

Initiative: Durch einzelne Lehrende

Rahmen: Didaktisch fundierter Medieneinsatz als Mehrwert

Qualitätssicherung: Lehrveranstaltungsevaluation

Sticker zum Beitrag: ein lila Badge mit einem Computer-Icon
Ich bin ein Sticker. In den FAQ erfahren Sie mehr über mich.

Motivation: Möglichkeit zur Verbesserung der Lehrqualität.

Der „Preis für exzellente Lehre“ nimmt mit einer eigenen Kategorie insbesondere auf entsprechende Lehrkonzepte Rücksicht

Fokus: Sämtliche Lehrangebote

Ziel: Qualitätssicherung durch den Einsatz von neuen Lehr- und Lernmethoden

sticker to the article: a purple circle with an icon of a computer inside
Ich bin ein Sticker. Mehr über mich erfahren Sie in den FAQ.

Säule B

Fundament der Säule bildet ein online-gestütztes Element

Initiative: Durch einzelne Lehrende

Rahmen: Vorgabe eines prozentualen Maximalumfangs je LV

durch die CuKo im Curriculum

Qualitätssicherung: Zwingende Evaluation der Maßnahmen

Motivation: Möglichkeit zur Verbesserung der Lehrqualität. Der „Preis für exzellente Lehre“ nimmt mit einer eigenen Kategorie insbesondere auf entsprechende Lehrkonzepte Rücksicht

Fokus: Vorrangig Regelstudien

Ziel: Qualitätssteigerung durch den Einsatz von neuen Lehr- und Lernmethoden

Säule C

Fundament der Säule bildet eine strategische Vorgabe

Initiative: Rektorat, Senat

Rahmen: Vorgabe im Curriculum, spezifische Beauftragung durch Studiendekan:in / Lehrgangsleiter:in

Qualitätssicherung: Genehmigung durch Studien- und Curriculakommission

Motivation: Die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums ist für viele Voraussetzung für die Entscheidung zu einem unserer Weiterbildungsangebote

Fokus: Berufsbegleitende und internationale Studienangebote

Ziel: Berufsbegleitendes Studieren ermöglichen, insbesondere bei Universitätslehrgängen

Hinweis
Bei schriftlicher Genehmigung durch die:den Studiendekan:in kann jederzeit der virtuelle Anteil (über den Schwellwert) erhöht werden. Die Verankerung im Curriculum sollte jedoch trotzdem angestrebt werden.
Kategorie
Hochschule
Veröffentlicht
Aktualisiert
Autor:innen
Martin Ebner (TU Graz Lehr- und Lerntechnologien)

Downloads

Lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 International

Martin Ebner (TU Graz Lehr- und Lerntechnologien)